In der Wirtschaftssoziologie: Terminus der Hegel-schen Philosophie, wonach die Zwecke der Vernunft nicht in die Handlungsziele eines subjektiven Wollens übernommen werden müssen, um verwirklicht zu werden. Das objektive Gute ist nicht darauf angewiesen, dass sich Subjekte finden, die sich für es einsetzen. Durch die subjektiven Zwecksetzungen hindurch, die für sich betrachtet gar keinen objektiven Wert zu besitzen brauchen, durch Leidenschaften und durch partikulare Interessen hindurch verwirklicht sich die Vernunft. Das ist die List der Vernunft d. V, dass sie die Leidenschaften und Interessen für sich wirken und sich abarbeiten lässt. In diesem Begriff drückt sich prägnant die liberale Tendenz der Hegeischen Philosophie aus, die nicht damit rechnet und es nicht zu fordern braucht, dass jeder Einzelne zur Moralität gezwungen werden muss, damit das Ganze des gesellschaftlichen Zusammenhangs erträglich oder sogar rational wird

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